Tolle Rede eines katholischen Priesters „i.R.“ (in Rebellion)

 

„Schlaft nicht, während die Ordner der Welt geschäftig sind!“

 

Rede des katholischen Priesters Herbert Stichaller aus der Diözese Gurk (Österreich) am 11.09.2021 bei der Kundgebung im Wiener Resselpark

 

Es ist Zeit, dass endlich einmal ein Pfarrer spricht. Ich hab in all den Monaten keinen einzigen gehört. Interviewt werden immer dieselben, vor allem, wenn sie im Stephansdom sprechen.

Ich bin katholischer Priester der Diözese Gurk. In meinen Akten steht „i. R.“. Soll heißen: „In Ruhe“. Für mich bedeutet es: „In Rebellion“. Ich rebelliere gegen Willkür, gegen Bevormundung und gegen den Versuch, uns die Freiheit und die Würde zu nehmen.

Ich sag es mit den Worten des Dichters Günter Eich: „Wacht auf! Nein, schlaft nicht, während die Ordner der Welt geschäftig sind! Seid misstrauisch gegen ihre Macht, die sie vorgeben, für euch erwerben zu müssen!“

Ja. Die Ordner der Welt sind dabei, unsere Ordnung zu zerstören. Sie agieren hektisch, denn ihre Pläne scheinen nicht aufzugehen. Ich rede auch über das Stillschweigen der Kirche. Ihr Bischöfe, hört mir zu! Am Ende habe ich noch einige Fragen für Euch.

Doch gehen wir zuerst zu den Wurzeln. Zu unseren Geboten. Die 10 Gebote stehen im zweiten Buch Mose, das von der Befreiung aus der Knechtschaft erzählt. Mose steigt auf den Berg, um die steinernen Tafeln von höchster Stelle zu empfangen. So die bildliche Vorstellung der Künstler. Sind die Gebote tatsächlich in Stein gemeißelt?

Ja. Die 10 Gebote sind in Stein gemeißelt. Aber nicht am Berg Sinai, sondern im US-Bundesstaat Georgia. Dort stehen dreizehn Granitblöcke, die zehn Richtlinien der Neuen Weltordnung festschreiben. Sie gleichen den Geboten des Moses. Ihr Sinn ist jedoch nicht derselbe.

Du sollst nicht an einen Schöpfergott glauben! Wir erschaffen uns die Welt selbst. Du musst Vater und Mutter nicht mehr ehren! Wir erzeugen die Kinder im Labor.

Nicht nur der Inhalt, auch die Reihenfolge ist durcheinander gekommen. Das fünfte Gebot am Sinai, „Du sollst nicht töten!“, ist in Georgia das erste. In Stein gemeißelt steht da: „Halte die Menschheit unter 500 Millionen in fortwährendem Gleichgewicht mit der Natur!“

Welche höhere Macht ruft hier zum Töten auf? Warum so grobe Worte? Anders formuliert: Unser Planet hat Fieber und braucht Abkühlung. Ist es nicht die erhabenste Aufgabe, die Welt zu erlösen und die Erde von ihrer größten Last zu befreien?

Nicht alle drücken sich so vornehm aus. Jacques Attali, Berater des französischen Präsidenten François Mitterrand, sprach Klartext, als er 1981 meinte: „Euthanasie wird ein wesentliches Element unserer zukünftigen Gesellschaften sein müssen. Natürlich werden wir nicht in der Lage sein, Menschen hinzurichten oder Lager zu bauen. Wir werden sie los, indem wir sie glauben machen, dass es zu ihrem eigenen Besten ist.“ Und er wird noch konkreter: „Wir werden etwas finden oder verursachen eine Pandemie, die auf bestimmte Menschen abzielt, eine echte Wirtschaftskrise, oder ein Virus, das die Alten oder die Dicken befällt. Es spielt keine Rolle. Die Schwachen werden ihr erliegen, die Ängstlichen und die Dummen werden daran glauben und sich behandeln lassen.“Attali war der Entdecker und Förderer von Emmanuel Macron.

Nobelpreisträger Henry Kissinger orakelte im Februar 2009 im eugenischen Rat der WHO: „Wenn die Herde die Pflichtimpfung einmal akzeptiert, ist GAME OVER. Die Schafe zu kontrollieren heißt, die Herde zu kontrollieren. Wir dünnen die Herde aus, und die Herde zahlt auch noch für die Dienste der Ausrottung.“

Das wird doch nie passieren. Wir haben die Ethikkommission. Das sind Experten, die alles sorgsam abwägen. Zweifel bestehen dennoch. Sie reden vom Schutz des Lebens und halten eine Massenimpfung für unbedenklich. Die Obersten Richter pflichten ihnen bei und sehen auch keinen Widerspruch zur Verfassung. Es geht ja um etwas Höheres, nicht um den einzelnen. Wer das große Stechen wegen ein paar tausend Impfopfer in Frage stellt, denkt wirklich nur an sich.

Ethik und Moral? Waren das nicht einmal Hauptfächer der Theologie? Wo sind die Expertisen der Moraltheologen? Sind sie vielleicht auch Mitglied der Ethikkommission, ohne dass wir es wissen? Was ethisch gerechtfertigt und moralisch vertretbar ist, wird heute nicht an Universitäten gelehrt, sondern in Parteigremien entschieden.

Wo bleibt die moralische Autorität der Kirche? Wofür tritt sie ein? Wogegen erhebt sie Einspruch? Wann bleibt sie neutral? Ich frage die Bischöfe: Wie wollt ihr als Hirten eure Herde hüten, wenn sie geteilt ist in Geimpfte und Ungeimpfte? Werdet ihr die einen hereinbitten und die anderen draußen lassen?

Bischof Desmond Tutu aus Südafrika kannte sich aus mit Apartheid. Er sagte: "Wenn du dich in Situationen der Ungerechtigkeit neutral verhältst, hast du die Seite des Unterdrückers gewählt."

Wir müssen uns entscheiden. Folgen wir noch einmal dem Aufruf des Dichters Günter Eich: "Tut das Unnütze! Singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet! Seid unbequem! Seid Sand, nicht Öl im Getriebe der Welt!"

Danke!